Solarzellen fördern den Umweltschutz, schaffen Arbeitsplätze und kosten den deutschen Steuerzahler viele Milliarden Euro.
Im Jahr 2009 kostete die Stromeinspeisung für Solar aufgrund einer Fehlplanung 10,4 Mrd. Euro statt 2,4 Mrd. Euro. Es gingen mehr Sonnenstromanlagen ans Netz als prognostiziert.
Im Jahr 2010 haben sich die Photovoltaikanlagen fast verdoppelt. Der Bundesrat beschloss am 09.07.2010 rückwirkend die Solarförderung in zwei Stufen zu senken. Ab dem 01.07.2010 wurden die Vergütungen für den Solarstrom um 13 Prozent und ab dem 01.10.2010 um weitere 3 Prozent abgesenkt.
Siehe http://www.solarstromerzeugung.de/photovoltaik-blog/absenkungfoerderung-photovoltaik/#more-126 vom Sonntag, 8. August 2010 | Autor: admin
Dies macht deutlich dass das Vorhaben der Regierung die Solarenergie langfristig auszubauen gut gemeint nicht gut getan ist. Eine stetige Nachregulierung ist notwendig, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.
Die staatlichen Förderungen dienen dazu von der EU gesteckte Energie- und Klimaziele zu erreichen. Ökoenergie soll im Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent ausmachen und die CO2 Emissionen sollen um 20 Prozent sinken gegenüber dem Jahr 1990.
Mögen die Förderungen auch einem guten Ziel dienen, so sind sie doch eher kontraproduktiv. Trotz Subventionen beträgt der Anteil an Solarenergie am Gesamtenergiemarkt nicht einmal ein Prozent.
Die staatlichen Förderungen sind festgeschrieben im Erneuerbaren-Energien-Gesetz vom 29.03.2000, welches den Ausbau Erneuerbarer Energien zum Ziel hat. Vorgabe war mindestens die Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2010.
Siehe http://www.bmu.de/gesetze_verordnungen/doc/2676.php
Bundesumweltminister Norbert Röttgen kündigt an die garantierten Abnahmepreise für Solarstrom im Juli 2011 um bis zu 15 Prozent zu senken, was für die Steuerzahler eine Entlastung von einer Milliarde Euro bringt. Röttgen ist der Solarlobby entgegengekommen. Ursprünglich hatte er eine Absenkung von 17 Prozent vorgesehen. Branchenkenner meinen, dass eine Reduzierung um 20 Prozent sinnvoll sei, da die Produktionskosten stärker gefallen sein als die Vergütungssätze
siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672959,00.html vom 20.01.2010
Hintergrund ist das die Strompreise wiederholt gestiegen sind. Die Stromversorger begründen dies durch die resultierende Ökostromumlage von 2 auf 3,53 Cent je Kilowattstunde. Im Jahr 2009 betrug der Preis noch 0,9 Cent je Kwh. So sollen die Verbraucher zumindest teilweise entlastet werden.
siehe http://solarenergieblog.de/tag/solarforderung/
written By: Michael B. on Januar 20, 2011
Leider kommt der Ausbau des Stromnetzes im Verhältnis zur Solarförderung zu kurz. Dieser ist aber notwendig, um die Solarenergie und andere erneuerbare Energien für die Zukunft zu wappnen. Auf lange Sicht profitieren davon die Solarbranche und die Verbraucher.
Die Erneuerbaren Energien zu fördern ist richtig und für den Umweltschutz nachhaltig wichtig.
Das die Stromversorger dies als Anlass sehen, die Preise für alle Stromverbraucher zu erhöhen sollte die Regierung intervenieren und die Preise für alle transparenter machen.
Das Bundeskartellamt konnte jüngst keine Manipulation am Strompreis der Stromkonzerne feststellen. Jedoch gäbe es laut Präsident des Bundeskartellamtes Andreas Mundt Möglichkeiten der Stromversorger den Strompreis gravierend zu steuern. Die Stromangebote sollen in Zukunft stärker überwacht werden.
Fakt ist laut der Behörde, dass die vier großen Konzerne E.On, RWE, Vattenfall und EnBW eine marktbeherrschende Stellung innehaben. Ein Nachweis über Preisabspachen blieb bisher aus.
Möglicherweise bedarf es aber auch keinerlei Absprachen, wie wir im Strategischen Management erfahren haben erfolgen die Preiserhöhungen meist simultan.
Der Preis wird auf dem Energiemarkt durch Angebot und Nachfrage gebildet. Der Markt ist unter den vier großen Stromanbietern abgesteckt und neuen Wettbewerbern wird durch Markteintrittsbarrieren der Zugang erschwert.
Eine einfache aber doch sehr wirkungsvolle Maßnahme, bei der jeder bei sich selbst anfangen kann wäre Energie einzusparen. Selbstverständliche Dinge wie nicht unnötig Licht brennen lassen oder bei Neuanschaffungen gezielt energiesparende Geräte zu wählen, reduzieren unsere maßlose Energieverschwendung.
Energiefressende Geräte könnten von der Regierung verboten oder zumindest beim Kauf des Verbrauchers mit Strafzahlungen verbunden sein. Diese würden dann schnell zu Ladenhütern werden. Die Hersteller wären gezwungen weiter zu entwickeln und in Zukunftstechnologien zu investieren. Energiesparende Geräte sollten mehr als nur A++ oder Ökosiegel erhalten. Es sollten Anreize entstehen Altgeräte gegen neue auszutauschen. Die Industrie und die Regierung sollten sich zusammensetzen, um gemeinsam nach Wegen zu suchen, dies zu erreichen.
Es ist längst eine Lobbyschlacht im Gange, denn es geht um Marktanteile und damit um viel Geld.




Einerseits haben wir hier das Kartell der Energieversorger, das zumindest bisher ziemlich frei von öffentlicher Kontrolle an der Preisschraube drehen kann, und andererseits haben wir mittlerweile eine Solar-Lobby, die sicher auch nicht mehr nur die Interessen der Allgemeinheit vertritt. Die Situation ist so, dass wegen der vergleichsweise geringen Sonnenscheindauer in Deutschland der Einsatz von Solartechnik ohne drastische Leisungs- bzw. Umwandlungssteigerung auch auf absehbare Zeit die herkömmlichen Stromerzeuger nicht wird ersetzen können, weshalb ja mit dem Projekt Desertech auch schon über Sonnenstrom aus Nordafrika nachgedacht wird. Auch ist es so, dass die üppigen Subventionen die hiesigen Produzenten etwas zu träge gemacht haben, sodass die dringend notwendigen Innovationen in die Fähigkeit zur Energieausbeute nicht in ausreichendem Masse stattgefunden haben, zudem kommen unsere Hersteller unter starken Druck durch den wachsenden Import billiger chinesischer (Raub-) Kopien.
Auch noch so gut gemeinte staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen wollen also sehr gut überlegt sein, was ja auch die neue Verpflichtung zum Kauf giftiger Energiesparlampen zeigt. Aus den genannten Gründen ist zu überlegen, ob Deutschland nicht sein Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Wind- und Wasserkraft richten sollte, in jedem Fall aber wird eine umweltfreundliche Energiepolitik zu sehr teuren Investitionen in das Stromleitungsnetz durch die Betreiber führen, und das werden diese natürlich auf die Gebühr von uns Endkunden draufschlagen, völlig unabhängig von unserem individuellen ökologischen Verhalten.
Natürlich vertritt die Solar “lobby” auch seine wirtschaftlichen Interesse, worauf ja auch jedes Unternehmen ausgerichtet ist. Die Frage ist nur, welche Unternehmen vertritt seine wirtschaftlichen interessen bei einem moralisch guten Hintergrund?